40Lives steht für die 40 Gänse und Enten, die für eine einzelne Daunendecke gequält, gerupft oder gestopft werden. Hilf uns, diese Grausamkeit zu stoppen, und stimme für den schlimmsten Händler.

Der kuschelige Schein trügt

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Der Cast

40 gequälte Gänse und Enten für eine Daunendecke.

Evi
Evi ist eine Koludzka-Gans aus Polen. Im Alter von 11 Wochen wurde sie das erste Mal lebendgerupft. Ihre Eltern trifft es noch härter – bis zu ihrem Lebensende werden sie 4 Mal im Jahr der Qual des Lebendrupfens ausgesetzt.
Amy
Amy ist Evis Mutter. Momentan leidet sie an schweren Verletzungen, die ihr ein „Rupfer“ zugefügt hat. Beim Rupfen hat er ihren Flügel ausgerenkt und ihre Wunden nur provisorisch mit Nadel und Faden zugenäht. Sie muss am Leben bleiben, bis sie 5 Jahre alt ist – denn ihre Aufgabe ist es, neben Federn für Daunendecken zu lassen, Eier zu legen.
Erwin
Erwin war eine Landes-Gans. Seine Leber gilt als besondere Delikatesse. Nachdem er 3 Wochen seines traurigen Lebens 3 Mal täglich zwangsgefüttert worden war, wurde er im zarten Alter von 16 Wochen geschlachtet. Seine Leber liegt jetzt auf dem Teller irgendeines „Gourmets“, seine grauen Federn in einer Daunendecke.
Henri
Die Mulardente Henri wurde nur 14 Wochen alt. Am Anfang seines Lebens durfte er noch frei herumlaufen, nach 11 Wochen wurde er 2 Mal täglich zwangsgefüttert und in einen Käfig mit unzähligen anderen Enten gesteckt, in dem er sich nicht einmal bewegen konnte. Seine Schwester wurde kurz nach der Geburt geschreddert, weil nur männliche Enten für die Foiegras-Produktion verwendet werden.
Adam
Adam kam aus Ungarn. Nachdem die Toulouser Gans für die Foiegras-Produktion zwangsgefüttert und geschlachtet worden war, raubte man ihr auch ihr Federkleid für eine Daunendecke.
Blutige Feder
Unzählige Gänse und Enten werden täglich brutal für die Bettwarenindustrie gequält – in einer einzigen Daunendecke stecken die Federn und Daunen von 40 Tieren. Hilf uns ihr Leid zu stoppen und stimme ab, welcher Händler deiner Meinung nach als der grausamste öffentlich angeprangert werden soll.

ZUM VOTING
Hinter den Kulissen

Ein Leben voller Leid.

Ist dir bewusst, dass der gute Schlaf unserer Gesellschaft leidende Gänse und Enten auf dem Gewissen hat? Für jede Füllung einer einzigen Daunendecke werden 40 Tiere aufs Brutalste gequält. Denn noch immer werden viele Daunen durch schmerzvolles Lebendrupfen oder von Tieren, die in tierquälerischer Stopfleberproduktion gehalten wurden, gewonnen.

Lebendrupf.

Es gibt zwei Arten, Daunen zu gewinnen: durch den Rupf bereits geschlachteter Tiere oder durch den wesentlich brutaleren Lebendrupf. Wie der Name schon sagt, werden Gänse bei lebendigem Leib gerupft. Und zwar bei Elterntieren bis zu 16-mal in ihrem Leben. Weil Lebendrupf Akkordarbeit ist und schnell gehen muss, gehen die Rupfer alles andere als zimperlich mit den Tieren um. Bis zu 3000 Tiere werden innerhalb von fünf Stunden per Hand gerupft. Dabei erleiden die Tiere teils schwere Verletzungen, deren Wunden ohne jegliche Schmerzstillung stümperhaft per Hand genäht werden.
Eigentlich wäre Lebendrupf in der EU verboten – durch ein Schlupfloch ist es vielen Betrieben allerdings noch immer möglich, legal Lebendrupf zu betreiben. Unter anderem in Polen und Ungarn. Außerhalb Europas gehört China zu den größten Produzenten von Daunen.

Stopfleber.

Was für Gourmets eine Delikatesse ist, bedeutet für Enten und Gänse die Hölle: Foie gras, zu Deutsch Stopfleber. Bis zu dreimal täglich wird den Tieren ein Metallrohr in die Speiseröhre gerammt, um sie mit einem Gemisch aus gekochtem Mais und Fett zu mästen. Weil ihre Leber die großen Mengen an Fett nicht verarbeiten kann, wächst sie innerhalb weniger Wochen auf die zehnfache Größe heran.
Drei lange Wochen dauert diese Zwangsernährung, bis die Leber fett genug ist, um als Foie gras den Weg in Gourmet-Restaurants anzutreten.
Durch mechanisierte Systeme werden die Gänse und Enten unter furchtbaren Bedingungen gehalten, gefüttert und sukzessive krank gemacht, bis sie schlussendlich geschlachtet werden. Die Daunen und Federn dieser gequälten Tiere landen in unseren Kissen und Decken.
Der große Publikumspreis

Ein Preis, den keiner haben will.

Händler, die mit fragwürdigen Zulieferern kooperieren und nicht glaubwürdig ausschließen können, dass die Daunen, die sie verkaufen, aus Lebendrupf oder der Stopfleber-Produktion stammen, werden von uns an den Pranger gestellt.

Stimme jetzt für den grausamsten Händler:

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Danksagung

Auf diese Firmen kannst du dich verlassen.

Es gibt sie noch: die guten Firmen! Schau dir an, welche Unternehmen im Vereinigten Königreich auf Daunen aus Lebendrupf und der Stopfleberproduktion verzichten und verlässliche Kontrollsysteme haben.
Danke für eure Stimmen! Gemeinsam mit euch haben wir ziemlich viel bewegt. Denn im Rahmen unserer Kampagne haben sich einige Händler verpflichtet, Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast durch die strengsten Kontrollmaßnahmen auszuschließen. Schau dir an, wann und wie.
Bonusmaterial

Hilf mit, Tierleid zu stoppen.

Nicht für alle Daunen wurden Tiere gequält. Wir zeigen dir, worauf du beim Kauf achten musst und welchen Siegeln du vertrauen kannst. Falls du ganz auf tierische Produkte verzichten möchtest, erfährst du hier mehr über tierschutzfreundliche Alternativen zu Daunen.

Vertrauenswürdige Händler

Die folgenden Firmen implementieren bereits die zuverlässigsten verfügbaren Rückverfolgbarkeitssysteme, um Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast ausschließen zu können:

Trendsetter ist eine der wenigen Firmen in Großbritannien, die mit gutem Beispiel vorangehen. Eine ihrer drei Marken, The Fine Bedding Company, bietet bereits Produkte an, die nach dem RDS, einem der strengsten verfügbaren Standards, auditiert wurden. Ab 2017 werden alle Produkte von The Fine Bedding Company nach dem RDS zertifiziert sein. Ab 2020 werden auch Nimbus und Kings & Queens sowie die gesamte Trendsetter Home Furnishing Ltd nach dem RDS oder einem ähnlich strengen Standard auditiert sein. Der Großteil der Bettenwaren bei Trendsetter ist daunenfrei.

Neuste Erfolge.

Next ist der erste Shop in Großbritannien, der seine Lieferanten zu einem der strengsten verfügbaren Rückverfolgbarkeitsstandards, dem RDS, verpflichtet. Der Händler hat bereits mit dem Prozess begonnen und uns mitgeteilt, dass ab 2018 alle Daunen in den Produkten der Eigenmarke auditiert sein werden. Ab 2020 werden auch alle anderen Produkte, die bei Next angeboten werden, die Anforderungen erfüllen. Next bietet auch daunenfreie Produkte an.
Die folgenden Firmen haben sich dazu verpflichtet, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens die verlässlichsten Systeme umzusetzen, um Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast auszuschließen:

Die John Cotton Group hat sich dazu verpflichtet, bis 2018 einen der strengsten verfügbaren Standards, den RDS, für ihre Marken Snuggledown und Slumberdown umzusetzen. Dies hat sie auch in ihren Firmenrichtlinien festgehalten.
Dunhelm hat sich dazu verpflichtet, die strengsten verfügbaren Auditsysteme umzusetzen. Ab Juni 2019 werden alle Produkte nach einem strengen Standard auditiert sein. Die Firma lehnt in ihren Richtlinien bereits jetzt Lebendrupf und Stopfmast ab. Die gesteckten Ziele werden es ermöglichen, Tierleid noch zuverlässiger auszuschließen.

John Lewis hat sich verpflichtet, 2020 stärkere Standards für die Daunenbeschaffung umzusetzen. Die Firma hat bereits bestätigt, ihre Tierschutzrichtlinien zu ergänzen, um sich in Zukunft explizit gegen Daunen aus der Stopfleberproduktion auszusprechen.

Argos hat sich dazu verpflichtet, die strengsten Schutzmaßnahmen und Prüfungen durchzuführen, um zu gewährleisten, dass seine verkauften Daunen nicht aus Lebendrupf oder der Stopfleberproduktion stammen. Ab 2020 werden sämtliche Daunenprodukte nach dem RDS-/TDS- oder einem ähnlich strengen Standard zertifiziert. Argos wird mit seinen Richtlinien ein Statement gegen die Stopfleberproduktion setzen und diese auf seine geführten Marken inklusive der Eigenmarken anwenden. VIER PFOTEN soll jährlich über die Fortschritte des Händlers informiert werden.

The White Company hat sich dazu verpflichtet, ab 2020 RDS, TDS, Downpass 2017 oder einen äquivalenten Standard anzuwenden. Daune aus Lebendrupf wird nicht akzeptiert. In Zukunft wird auch Daune aus Stopfmast ausgeschlossen. Die Tierwohl Policy wird entsprechend angepasst. Aufgrund der Kampagne hat The White Company angekündigt, ihre Lieferkette genau unter die Lupe zu nehmen.

Im Rahmen unserer Kampagne hat Debenhams bestätigt, dass seine Lieferanten innerhalb von drei Monaten nur mehr Daune aus glaubhaft kontrollierten Lieferkennten liefern dürfen. Zu den glaubwürdigen Standards zählen der Responsible Down Standard, der Global Traceable Down Standard und der neue Downpass 2017. Debenhams akzeptiert keine Daune von lebend gerupften Tieren und hat zugestimmt, seine Tierwohlrichtlinien um den Ausschluss von Daune aus Stopfmast zu ergänzen. Diesbezügliche Informationen werden bald auf der Firmenwebsite veröffentlicht werden.

Vertrauenswürdige Händler

Danke für all eure Stimmen! Unsere Kampagne hat bereits bewirkt, dass sich die folgenden Firmen dazu verpflichtet haben, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens die verlässlichsten Systeme umzusetzen, um Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast auszuschließen:

Matratzen Concord hat sich dazu verpflichtet, ab sofort bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschließlich Marken anzubieten, die durch den RDS (Responsible Down Standard), den TDS (Traceable Down Standard), Downpass 2017, Traumpass oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen. Die Umstellung von Traumpass auf Downpass 2017 wird 2017/2018 fließend vollzogen.
Das Dänische Bettenlager hat sich verpflichtet, ab August 2017 alle neu gelieferten Bettwarenprodukte ihres Sortiments, die Daunen oder Federn enthalten, ausschließlich von Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS) oder den Traceable Down Standard (TDS) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

Roller hat sich verpflichtet, ab September 2017 bei allen Waren im Sortiment, die mit Daunen und Federn gefüllt sind, Produkte von Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS) oder den Traceable Down Standard (TDS) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

POCO hat sich verpflichtet, ab September 2017 alle neu gelieferten Bettwarenprodukten ihres Sortiments, die mit Daunen und Federn gefüllt sind, ausschließlich von Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS), den Traceable Down Standard (TDS) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards (z.B. Downpass 2017) unterliegen.

Vertrauenswürdige Händler

Danke für all eure Stimmen! Unsere Kampagne hat bereits bewirkt, dass sich die folgenden Firmen dazu verpflichtet haben, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens die verlässlichsten Systeme umzusetzen, um Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast auszuschließen:

Matratzen Concord hat sich dazu verpflichtet, ab sofort bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschließlich Marken anzubieten, die durch den RDS (Responsible Down Standard), den TDS (Traceable Down Standard), Downpass 2017, Traumpass oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen. Die Umstellung von Traumpass auf Downpass 2017 wird 2017/2018 fließend vollzogen.

Das Dänische Bettenlager hat sich verpflichtet, ab August 2017 alle neu gelieferten Bettwarenprodukte ihres Sortiments, die Daunen oder Federn enthalten, ausschließlich von Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS) oder den Traceable Down Standard (TDS) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

Gans GmbH bezieht seit Anfang 2016 nur Daune die unter dem Responsible Down Standard (RDS) zertifiziert wird. Zudem arbeitet Gans GmbH auch an einer eigenen Tierschutzrichtlinie, die Daune aus Lebendrupf und Stopfmast ausschließt.
Reiter Betten und Vorhänge macht den Ausschluss von Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast inklusive Bestätigungen über die komplette Rückverfolgbarkeit der Daunen durch strengste Verpflichtungserklärungen von seinen Lieferanten zur Bedingung. Der Händler fordert seinen Lieferanten auf, Daune anzubieten, die durch den RDS (Responsible Down Standard), den TDS (Traceable Down Standard), Downpass 2017 oder Kontrollen mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegt.

Die Firma Kauffmann ist einer der wenigen Daunenverarbeiter in Österreich und beliefert viele namhafte Bettwarenhändler. Kauffmann hat eine Richtlinie gegen Lebendrupf und Stopfmast und hat sich für den lückenlosen Ausschluss des schlimmsten Tierleids entschieden. Seit 2016 stammt bereits ein Großteil der verarbeiteten Daunen von einem RDS-zertifizierten Betrieb. Um für die Zukunft die lückenlose Rückverfolgbarkeit sicherzustellen, wird demnächst Kauffmann durch den RDS, Responsible Down Standard, zertifiziert sein. Eine entsprechende Auditierung wird noch im Frühling 2017 abgeschlossen. Zusätzlich zur RDS-kontrollieren Daune, bezieht die Firma Kauffmann Eiderdaune sowie Daune von der Österreichischen Weidegans. Bei diesen Tieren sind Lebendrupf und Stopfmast kein Thema.

Mömax hat zugestimmt, nur mehr Daune und Federn von Marken und Lieferanten zu kaufen, die Daune aus Lebendrupf und Stopfmast durch die Implementierung des RDS und TDS bestmöglich ausschließen können.

XXXLutz/Möbelix hat zugestimmt, nur mehr Daune und Federnprodukte von Marken und Lieferanten zu kaufen, die Daune aus Lebendrupf und Stopfmast durch die Implementierung des Responsible Down Standard, Traceable Down Standard, Downpass 2017 oder vergleichbarer Standards bestmöglich ausschließen können.

Die Firma Seibersdorfer ist einer der wenigen Daunenverarbeiter in Österreich und beliefert viele namhafte Bettwarenhändler. Seibersdorfer hat eine Richtlinie gegen Lebendrupf und Stopfmast und hat sich für den lückenlosen Ausschluss des schlimmsten Tierleids entschieden. Die Firma strebt an, 2018 im gesamten Daunen-Sortiment nur mehr Ware anzubieten, bei der die gesamte Lieferkette über den Downpass 2017 auditiert wird, um Lebendrupf und Stopfmast bestmöglich auszuschließen.

Vertrauenswürdige Händler

Danke für all eure Stimmen! Unsere Kampagne hat bereits bewirkt, dass der wichtigste Akteur der Bettwarenindustrie in der Schweiz , der Verband der Schweizer Bettenfabriken (VSB), sowie eine Reihe von weiteren Firmen bestätigt haben, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens die verlässlichsten Systeme umzusetzen, um Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast auszuschliessen:

Der Verband der Schweizer Bettwarenfabriken (VSB) hat gegenüber VIER PFOTEN schriftlich bestätigt, dass sich sowohl der Verband als auch die einzelnen Mitglieder Downpass 2017 zertifizieren lassen werden. Albis Bettwarenfabrik AG, Billerbeck Schweiz AG, Dorbena AG Bettwarenfabrik und Kyburz Bettwarenfabrik AG werden nach einer Umstellungsphase Daunen aus tierquälerischem Lebendrupf und der Stopfmastproduktion durch strengere Kontrollen gemäss Downpass 2017 ausschliessen können.

Matratzen Concord hat sich dazu verpflichtet, ab sofort bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschließlich Marken anzubieten, die durch den RDS (Responsible Down Standard), den TDS (Traceable Down Standard), Downpass 2017, Traumpass oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen. Die Umstellung von Traumpass auf Downpass 2017 wird 2017/2018 fließend vollzogen.

JYSK hat sich verpflichtet, ab August 2017 alle neu gelieferten Bettwarenprodukte ihres Sortiments, die Daunen oder Federn enthalten, ausschließlich von Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS) oder den Traceable Down Standard (TDS) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

Globus hat sich verpflichtet, bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschliesslich Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS), den Traceable Down Standard (TDS) oder den DOWNPASS-Standard 2017 (mit den von VIER PFOTEN vorgeschlagenen Verbesserungen) zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

Coop City regelt in seiner Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung bereits seit längerem, dass Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast im Sortiment ausgeschlossen sind. Coop City hat nun bestätigt, ab Dezember 2017 bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschliesslich Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS), den Traceable Down Standard (TDS) oder den DOWNPASS-Standard 2017 zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen.

TopTip verbietet in seiner Richtlinie zur nachhaltigen Beschaffung bereits seit längerem Daunen aus Lebendrupf und Stopfmast. Jetzt hat Toptip bestätigt, nach einer Umstellungsphase bei allen Bettwarenprodukten ihres Sortiments ausschliesslich Marken anzubieten, die durch den Responsible Down Standard (RDS), den Traceable Down Standard (TDS) oder den DOWNPASS-Standard 2017 zertifiziert sind oder einer Kontrolle mit vergleichbar hohen Prüfstandards unterliegen. Die Umstellung auf diese derzeit strengsten Standards wird bis März 2018 vollständig vollzogen sein.

Viele weitere Firmen in der Schweiz beziehen Ware von VSB-Mitgliedern und anderen Händlern, die bereits daran arbeiten, Daunen und Federn zu liefern, die sich durch strengere Rückverfolgbarkeit auszeichnen und besser sicher stellen können, dass Lebendrupf und Stopfmast auch wirklich ausgeschlossen sind. Wir rufen diese Firmen dazu auf, diese positive Neuerung zu nutzen, sich öffentlich zum Tierschutz zu bekennen und über ihre Fortschritte hin zu kompletter Rückverfolgbarkeit zu kommunizieren!

Warum ist es so schwer, die Herkunft von Daunen zurückzuverfolgen?

Daunen wandern durch sehr viele Hände, bis sie schlussendlich in unseren Decken und Kissen landen: Vom Elterntierbetrieb geht’s zum Gänsemastbetrieb, dann zum Schlachthof, wo auch Foie-gras-Tiere geschlachtet werden, in die Daunen-Waschanlage bis hin zur Produktionsfirma, in der Daunen aus verschiedenen Betrieben vermischt werden können. Kurzum: Die Lieferketten sind sehr undurchsichtig und Marken können oft nicht komplett ausschließen, dass für die von ihnen verarbeiteten Daunen Tiere gequält wurden.

Die daunenlieferkette. In jeder Station ist Betrug möglich.

VIER PFOTEN verlangt die vollständige Rückverfolgbarkeit der Lieferketten und regelmäßige, unangemeldete Kontrollen bei allen beteiligten Betrieben.

Was kann ich tun?

Beim Kauf von Daunendecken und -kissen solltest du immer kritisch hinterfragen, woher die Daunen kommen. Der beste Weg, um Tierleid zu vermeiden, ist es natürlich, komplett auf tierische Produkte zu verzichten. Mittlerweile gibt es sehr gute pflanzliche oder synthetische Alternativen – beim Schlafkomfort merkst du meistens gar keinen Unterschied zu Daunen.

Alternativen

Eine der bekanntesten Daunenalternativen ist Kapok – auch „Pflanzendaune“ genannt. Dieses Material kommt in vielen Bettwaren zum Einsatz. Neben Kapok gibt es noch Primaloft®, eine Kunststofffaser. Sie hat daunenähnliche Eigenschaften und wird in Schlafsäcken und Bettwaren verwendet. Weitere Alternativen sind Lyocell, Polyester und Viskose. Falls du lieber ein pflanzliches Füllmaterial möchtest, kannst du auf Baumwolle, Hirse, Hanf, Leinen (Flachsfasern), Tencel oder Dinkel zurückgreifen.
Wenn du nicht auf Daunen verzichten möchtest, achte drauf, dass die Händler ihre Lieferketten transparent und vollständig kontrollieren – und nur mit Lieferanten aus landwirtschaftlichen Betrieben zusammenarbeiten, die auf Lebendrupf und Stopfmast verzichten.

Gibt es Siegel, denen ich vertrauen kann?

Es gibt einige Zertifikate und Qualitätslabels, die dir Sicherheit über die Herkunft deiner Daunen geben. Aber Achtung! Auch hier sind schwarze Schafe unterwegs, die Tierquälerei nicht komplett ausschließen. Denn nur, weil Daunen erst nach der Schlachtung des Tieres gewonnen werden, heißt das nicht, dass die Tiere im Laufe ihres Lebens nicht auch schon gerupft oder gestopft wurden. Wir sagen dir, auf welche Labels und Zertifikate du dich am meisten verlassen kannst.
RDS
Positiv
TDS
Positiv
EDFA
Vorsicht!
DOWNPASS
Vorsicht!
TRAUMPASS
Vorsicht!
Der Responsible Down Standard, RDS, ist einer der besten Standards, die es derzeit im Bereich des Tierschutzes und der Rückverfolgbarkeit von Daunen gibt. Er schließt Lebendrupf und Stopfmast komplett aus.

Die Prüfungen des RDS finden jährlich und unangekündigt statt. Jede Daunen-Charge wird zertifiziert und jeder Betrieb, aus dem RDS-geprüfte Daunen stammen, auditiert. Elternbetriebe können auf Wunsch von Firmen durch ein optionales Modul abgedeckt werden. Zudem finden auch bei den Waschanlagen, Lagern und Verarbeitern Kontrollen statt, um eine Rückverfolgbarkeit bis zum Endprodukt garantieren zu können.

Der RDS wird derzeit von mehr als 140 Marken aus der Outdoor-, Mode- und Sportbranche umgesetzt.
Der Global Traceable Down Standard, TDS, ist einer der strengsten Standards, die es derzeit im Bereich des Tierschutzes und der Rückverfolgbarkeit von Daunen gibt. Er schließt Lebendrupf und Stopfmast komplett aus.

Die größte Stärke des TDS ist die obligatorische Einbeziehung der Elterntierbetriebe in die Prüfungen, die meist unangekündigt stattfinden.
Der EDFA-Kodex besagt zwar, dass sich seine Mitglieder von Lebendrupf distanzieren, allerdings sind weder der Mauserrupf (der genauso grausam wie das Lebendrupfen sein kann) noch die Zwangsfütterung der Tiere verboten. Aus unserer Sicht handelt es sich bei diesem Kodex derzeit um keinen Tierschutzstandard.
Die Rückverfolgbarkeit der Daunen wird ausschließlich über Dokumente, aber nicht über Kontrollen in Betrieben gewährleistet. Informationen über die Bedingungen in den Mastbetrieben und in den Elternbetrieben fehlen beim EDFA-Kodex leider komplett.
Bei Downpass handelt es sich um einen Standard, der hauptsächlich auf der Rückverfolgbarkeit von Dokumenten und nicht auf landwirtschaftlichen Kontrollen beruht. Im Hauptmodul finden Kontrollen auf dem Schlachthof, nicht aber auf dem Mastbetrieb und Elterntierbetrieb statt. Falls Firmen zusätzlich Farmkontrollen durchführen lassen möchten, müssen sie weitere Module implementieren lassen. Für den Konsumenten ist es leider nicht transparent, welche Module von einem Unternehmen implementiert wurden.
Eine neue Version des Downpass-Standards ist im Januar 2017 im Kraft getreten. Downpass 2017 schließt Lebendrupf sowie auch Stopfmast aus. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Richtlinien. Allerdings sind die angedachten Kontrollen (nur alle zwei Jahre und fehlende Strenge bei der Stichprobenauswahl) unserer Meinung nach unzureichend und im Vergleich zu den strengeren Standards am Markt schwach.
Der Traumpass-Standard garantiert eine hohe Qualität der Daunen – allerdings sagt er nichts über die Herkunft aus! Traumpass überprüft zwar, dass die Daunen nicht von lebenden Tieren stammen – allerdings heißt das nicht automatisch, dass die Gänse und Enten im Laufe ihres Lebens von Lebendrupf und Zwangsernährung verschont geblieben sind. Der Traumpass prüft zudem nur Dokumente, Besuche im Betrieb finden nicht statt.